Bericht von Otto Just
Als Offizier des Österreichischen Bundesheeres hat mich die militärische Laufbahn vom Artillerieoffizier und Fernmeldeoffizier in die militärische Öffentlichkeitsarbeit geführt, wo ich fünf Jahre als Pressesprecher von Steiermark arbeitete. In dieser Zeit leistete ich auch Auslandseinsätze in Bosnien und war im Zuge von militärischen Ausbildungen und Übungen in vielen europäischen Ländern. Neben der Familie mit 2 Kindern habe ich eine Landwirtschaft und bin seit 1992 im Vorstand der Freien Christengemeinde in Graz.
Elternhaus
Ich wurde am 13.9.1957 in Graz geboren und bin auf einer Landwirtschaft aufgewachsen. Meine Großeltern waren evangelisch und nahmen uns auch Sonntags öfters in die Kirche mit. Im Rückblick kann ich sagen, dass ich schon in meiner Kindheit nach Gott gefragt hatte.
Militärakademie
Aus familiären Gründen blieb ich nach dem Präsenzdienst beim Bundesheer. Der Auswahlkurs und vor allem das erste Studienjahr zählten zu den härtesten Erlebnissen meines Lebens. So stand ich auch eines Nachts in der Kirche der Akademie, die ich von meinem Zimmer aus mit Hausschuhen besuchen konnte und sagte “Gott, wenn es Dich gibt, wo bist Du?” Ich las hie und da in der Bibel.
Bekehrung
Nach dem Abschluss der dreijährigen Militärakademie in Wiener Neustadt begann ich meine Karriere als Artillerieoffizier. Ich war sehr motiviert und aufstrebend. Nach ungefähr einem halben Jahr heiratete einer meiner Freunde die Tochter meines späteren Pastors Fritz Hirtler. Der Trauungsgottesdienst hatte mich und meine Frau tief berührt: Die Gebete waren Gespräche mit einem persönlich vertrauten Gott, die Predigt spiegelte ebenfalls diese Vertrautheit mit Gott wider. Es dauerte wohl eine Woche, bis dies Eindrücke zu verschwimmen begannen und der Alltag wieder seinen gewohnten Lauf nahm. Aber ich kam wieder in den Gottesdienst. Inzwischen ging der Dienst im Heer nicht so weiter, wie ich es erhofft hatte. Mein Ehrgeiz als junger Offizier wurde durch verschiedene Umstände gebremst. Nach ungefähr eineinhalb Jahren bei einem Gottesdienst malte mir ein amerikanischer Missionar in Graz Jesus vor Augen und sagte zum Abschluss: “Wer heute Abend sein Leben Jesus übergeben will, der soll aufstehen und ich werde für ihn beten!” Ich stand auf. Als ich mich wieder niedersetzte war ich komplett verwirrt. “Was hast du da getan? Bist du verrückt..?” und vieles mehr schoss mir durch den Kopf. Mein Friede war endgültig dahin. So besuchte ich den Pastor und bat ihn um ein Gespräch. Er erklärte mir die Zusammenhänge zwischen Sünde, persönlicher Erlösung durch Jesus und seiner notwendigen Herrschaft in meinem Leben. Auf den Knien in seinem Büro stellte ich mein Leben Jesus zur Verfügung.
Ein Leben mit Gott
Bereits kurz nach diesem Gebet erlebte ich Gottes Gegenwart in verschiedenster Weise in meinem Leben. Er redete durch Predigt, Bibelstudium, Gebetserhörungen, Umstände, konkrete Führungen und Bewahrungen zu mir. Schritt für Schritt wurde mein Leben verändert, ich begann schlechte Gewohnheiten abzulegen und auch meine Familie fing an mit mir diesen Weg zu gehen. Nach fast 20 Jahren mit Jesus kann ich im Rückblick sagen, dass auch viele Schwierigkeiten zu bewältigen waren. Der Herr hat mich aber nie im Stich gelassen.